Unsere Kinder im Kinderschutzhaus SAICA

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Serviço de Acolhimento Institucional para Crianças e Adolescentes

Im Schutzhaus SAICA Campo Grande, das ProBrasil im Juli 2019 eröffnet hat, finden derzeit 15 Kinder und Jugendliche bis zu ihrem 18. Lebensjahr Zuflucht und Schutz. 23 Sozialarbeiter*innen, deren Bezahlung vertraglich mit der Stadt São Paulo gesichert ist, betreuen sie rund um die Uhr. Einen Platz im Kinderschutzhaus erhalten Kinder und Jugendliche aufgrund eines richterlichen Beschlusses. Dieser wird in Fällen erwirkt, in denen Kinder oder Jugendliche familiärer Gewalt ausgesetzt sind, verlassen wurden oder auf der Straße lebten.

Lesen Sie die Geschichte von drei Geschwistern, die stellvertretend für andere Kinder steht:

Gabriel (12), Gabrielli (10) und Pérola (8), drei Kinder einer wohnungslosen Mutter.

Nach dem frühen Tod des Vaters verlor die Familie ihr Zuhause und die Mutter begann ein unstetes Leben. Die Kinder durchlitten wahre Alpträume aus Vernachlässigung, Hunger und Gewalt. Sie wurden beispielsweise bei "Freundinnen" der Mutter "geparkt". Wenn die Mutter wieder auftauchte, brachte ihre Rückkehr nicht die erhoffte Geborgenheit, sondern nur Konflikte. Die Behörden mussten 2014 einschreiten und die Kinder im Heim unterbringen. 2017 hatte sich die Situation der Mutter vorübergehend stabilisiert, so dass eine Richterin der Rückführung der Kinder zustimmte. Nach nur sechs Wochen eskalierte die Situation jedoch und die Mutter verschwand abermals spurlos. Daraufhin überließ der Stiefvater die Betreuung der Kinder einer mit dieser Aufgabe völlig überforderten Nachbarin. Daher kamen sie erneut in eine staatliche Einrichtung und wurden zur Adoption freigegeben. Aber nur Pérola - als Jüngste - wurde adoptiert. Diese Vermittlung fand allerdings ein jähes Ende: die Adoptiveltern gaben sie wieder zurück. Die Chancen, dass alle drei Kinder zusammen adoptiert werden, stehen schlecht.

Auch die anderen Kinder in unserem Kinderschutzhaus SAICA haben Furchtbares erlebt. Unser Verein bietet all diesen Kindern ein neues, sicheres Zuhause. Die Betreuer*innen schenken ihnen Zuwendung und Geborgenheit, damit sie wieder lernen zu vertrauen. Die Kinder und Jugendlichen erleben im Schutzhaus einen geregelten Alltag und werden auf das Leben vorbereitet. Dabei wird großer Wert auf die Schulausbildung gelegt. Der Staat verlangt, dass Jugendliche mit 18 Jahren das Schutzhaus verlassen und auf eigenen Beinen stehen müssen. Das ist eine sehr unrealistische Forderung. Deshalb möchte ProBrasil diesen jungen Menschen auch danach weiterhelfen und mit ihnen individuelle Konzepte für ein selbstständiges Leben erarbeiten. Was sie erlebt haben, soll sich in der nächsten Generation nicht wiederholen.

Das Schutzhaus benötigt stets finanzielle Unterstützung aus Deutschland. Aktuell gefragt sind Lernmittel für die schulpflichtigen Kinder, damit sie in der Corona-Zeit den Anschluss an den schulischen Lernstand nicht verlieren.

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