Nadine Schaal, April 2014

Feijoada für die Favela
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Gesang und Feijoada für eine gute Sache
Mai 24, 2014

Schon vom ersten Kontakt an wusste ich, dass ProBrasil genau das Richtige für mich ist. Ich hatte die Organisation im Internet gefunden und mich einfach mal per E-Mail gemeldet, besuchte den Verein in Düsseldorf und lernte dort bereits einige der ehrenamtlichen Schlüsselpersonen kennen. Sie nahmen mich sehr herzlich auf – und so konnte das Abenteuer beginnen.

 

 

Ich war 6 Monate in Brasilien und bin im März 2014 nach Deutschland zurückgekehrt. Wenn mich heute jemand fragt, wie es war, sage ich meist zunächst nur: „Unglaublich viel gesehen, viel erlebt, viel gelernt.“ Obwohl ich schon einige Auslandsaufenthalte gemacht habe, wird dieser sicherlich der beeindruckendste bleiben.

Mein Ziel des Freiwilligeneinsatzes bei ProBrasil war es, die Arbeit vor Ort aber auch die Kooperation mit dem Förderverein in Deutschland zu unterstützen und natürlich Land, Leute, die Sprache und das Leben dort kennenzulernen.

Ich wohnte direkt auf dem Campus einer der CCA (Centro para Crianças e Adolescentes), der relativ abgelegen, rund zwei Stunden vom Zentrum der Stadt São Paulo entfernt liegt. Mein Portugiesisch war am Anfang nicht besonders gut und so dauerte es eine Weile bis ich mit den Menschen hier ausreichend kommunizieren konnte. Praktische Aktivitäten mit den Kindern waren einfacher, ob Capoeira, Basteln oder Spielen – mit Händen und Füßen klappte das schon.

 

 

Da in Parelheiros so gut wie niemand Englisch oder Deutsch spricht, war mein Aufenthalt dort eine wunderbare (wenn auch nicht immer ganz einfache) Möglichkeit, die Sprache zu lernen und Einblicke in das Leben vor Ort zu gewinnen. Aller Anfang ist schwer, aber es hat sich definitiv gelohnt und der Stadtteil ist quasi zu meinem Zuhause geworden.

Meine Arbeit bei ProBrasil war sehr abwechslungsreich: ob in der Küche, bei Aktivitäten und Ausflügen mit den Kindern, bei der Vorbereitung von Präsentationen oder sonstigen technischen Fragen, Englisch- und Deutschübersetzungen für die Internetseiten oder die Versorgung mit Bildmaterial – ich half einfach, wo ich konnte. Dabei spielte der kulturelle Austausch auf täglicher Basis natürlich auch eine Rolle. Plätzchen backen, über Deutschland erzählen und deutsche Gerichte kochen inklusive.

Durch Freunde in der Stadt und Reisen durch das Land – wie z.B. auch den Besuch des ProBrasil-Standorts in Picos, Piauí – habe ich viel von Brasilien gesehen und bin unheimlich dankbar, dass ich so viele Seiten des Landes kennen lernen konnte. Die Arbeit bei ProBrasil ist sehr vielfältig und die Lebenslust der Brasilianer beeindruckend und ansteckend.

Saudade!

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